Website-Icon Gartenfaultier – schlau sein, faul bleiben

Schnee räumen – bloß kein Salz

Schnee räumen auf der Winterstraße mit Salz? Besser nicht.

Winterstraße – Streusalz lässt Pflanzen zu Wegesrändern eingehen

Auch Faultiere müssen ihre Wege frei halten

Laut Gesetzgeber ist selbst ein Faultier dazu verpflichtet, im Winter die angrenzenden öffentlichen Wege und die Wege zum Hauseingang freizuhalten. Das ginge eigentlich ganz leicht, wenn einfach im Herbst eine halbe Tonne Streusalz gekauft wird, um die Schneemassen dahinzuschmelzen. Auch wenn Streusalz über Supermärkte oder andere Einkaufsmöglichkeiten vertrieben wird, so ist dessen Einsatz zum Schnee Räumen in vielen Wohnsiedlungen oder auch ansonsten verboten.

Fallbeispiel: Der Winter liefert pro Woche für zwei Tage Schnee oder Glätte, womit das Faultier ausrücken und räumen muss. Das wären über zehn Wochen mit mehreren Einsätzen. Wird jedes Mal Streusalz verwendet, dann geht einem zu den Wegesrändern im Frühjahr mit Pech die Bepflanzung ein. Das salzige Wasser läuft immerhin zum Teil zu den Rändern in den Boden, dort lagert sich das Salz an. Einige Pflanzen, sogar Bäume können sehr empfindlich reagieren und eingehen. Damit nicht genug: Wenn der Boden versalzen ist, kann er nicht einfach neu bepflanzt werden. Man müsste schon einen Teil abtragen und neu auffüllen.

Allein der Gedanke daran dürfte jedem Faultier ein Grauen sein. Ist es ein richtiges Faultier, muss es also klug sein und mit Lavasplitt streuen. Aber auch das birgt Gefahren. Wer diesen Splitt an den Fußsohlen hat und in das Haus reinkommt, zerkratzt mal eben alle glatten Bodenbeläge. Leider sind Salz und Lavasplitt die häufigsten Streumittel.

Schnee Räumen mit Salz wäre nicht nur für Schneeglöckchen Gift

Schnee räumen – das andere Streugut

Wer weder Pflanzen oder empfindliche Hundepfoten versalzen, noch mit Lavasplitt die Fußböden zerkratzen möchte, der hat noch andere Möglichkeiten. Es ginge z.B. Holzasche, wenn diese nicht mit Giftstoffen wie Braunkohleasche versetzt ist. Auch Splitt aus Blähton oder anderem weichen Gestein würde gehen. Grober Sand wäre eine Möglichkeit, könnte aber ebenfalls sehr empfindliche Böden zerkratzen. Es gingen auch Granulate aus Pflanzenmaterial. Vom Mais werden teils die Kolben zu Streugut verarbeitet. Jedoch müsste das schonendere Streugut bei ausgesuchten Händlern im Internet bestellt werden, da jedes Faultier nur auf den Preis achtet und diese Alternativen zumindest für das Auge teurer aussehen. Jedoch muss das bei richtigem Einsatz nicht sein.

Wer einmal das Streugut aufgetragen hat, der findet es bei einer Tauwetterphase zu den Wegesrändern und kann es hier einfach zusammen schieben. Das Streugut, welches nicht wasserlöslich ist und nicht von der Straßenkehrmaschine weg gefegt wird, kann also mehrfach verwendet werden. Wenn Blähtonreste oder Sand in den Wegesrändern landet, macht das nichts aus und pflanzliche Materialien oder Holzasche können dem Boden sogar noch guttun. In jedem Fall muss das Faultier nach einem langen Winter nicht die Wegesränder neu bepflanzen.

Streugut im eigenen Garten gewinnen?

Es stellt sich die Frage, ob das Faultier auch Streugut aus dem eigenen Garten gewinnen kann. Im Normalfall ist das nicht so, da die meisten Materialien ohne eine entsprechende Verarbeitung nicht die benötigten Eigenschaften haben. Weiterhin würde ein selbstgemachtes Streugut möglicherweise auch seltsam wirken. Befeuert das Faultier einen Kamin, kann es aber durchaus die Asche sammeln und als Streugut verwenden.

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