Website-Icon Gartenfaultier – schlau sein, faul bleiben

Herbstlaub, ein wertvolles Gut

Laubschicht als Mulch im Pflanzkübel

Hier kommt kein Unkraut hoch, doch das Bodenleben tobt

Weswegen das Gartenfaultier Laub hortet

Es ist Herbst, die Laubmassen fallen von den Bäumen und der Normalbürger fegt emsig alles zusammen, um es irgendwo zu entsorgen. Es können mehrere m³ sein, womit einige Arbeitstage drauf gehen? Nicht beim Faultier, es arbeitet keine vollen Tage und freut sich über das wertvolle Herbstlaub, welches im kommenden Jahr noch seinen Dienst leisten wird. Laub ist ein wertvolles Material zum Mulchen.

Es werden einige cm organische Reste auf den nackten Boden verteilt, damit dieser bedeckt ist. Das hat mehrere Vorteile. Das Unkraut kommt nicht durch, der Boden bleibt feucht und locker, womit er auch Sturzregen besser aufnimmt und es bildet sich unter der Mulchschicht viel Kleinleben, womit das Laub zersetzt und gefressen wird. Dieses düngt den Boden, sowie man alle paar Wochen wieder etwas Laub auftragen muss, damit die Schicht nicht „verdaut“ ist.

Das alles macht das Herbstlaub sehr wertvoll, da es immerhin optisch besser wirkt, als Rasenschnitt oder andere Gartenreste.

Herbstlaub ist Lebensraum für Kleingetier

Herbstlaub sammeln

Beim zusammen fegen vom Herbstlaub machen es nur Faultiere richtig: Sie nehmen einfach das Laub dort auf, wo es dick liegt und lassen den Rest solange liegen, bis wirklich alles an Laub von den Bäumen abgefallen ist. Dann kann man das Laub noch einmal gründlich zusammen fegen. Dieses ganze Herbstlaub kann jetzt aber nicht einfach im feuchten Zustand im Keller gelagert werden, da es sich nach und nach zersetzen wird und dabei auch schimmelt. Ein richtiges Faultier will aber auch nicht viel Arbeit damit verbringen, etwas Herbstlaub einzulagern. Man kann es relativ einfach über den Winter bringen.

Das Herbstlaub wird einfach irgendwo an eine stille sowie windgeschützte Stelle geschichtet. Bei den kühlen Temperaturen ruht alles und schimmelt nicht so intensiv. Es kann aber auch ein Trick angewendet werden: Es werden ein paar alte Europaletten auf den Boden gelegt, um darüber noch mit ein paar Zweigen eine Schicht zu erzeugen, durch die kein Laub fallen wird. Das alles kann möglichst an einem Zaun, aber nicht an einer Mauerwand aufgebaut werden, um darüber das Laub zu schichten, das nun von unten Luft hat. Auf ähnliche Weise kann auch Kaminholz besser gelagert werden, damit es nicht mit der unteren Schicht im Sumpf liegt. Wer einige der Matall-Kästen für Kaminholz hat, der kann sein Laub auch in diese füllen und damit einlagern.

In jedem Fall wird das Faultier lieber etwas vom wertvollen Laub über dem Winter verrotten lassen, als sich viel Arbeit damit zu machen.

Nährstoffkreislauf im Wald mit abfallendem Herbstlaub und Geäst

Im kommenden Frühjahr

Selbst wenn das Laub zu einem guten Teil schon etwas zersetzt ist, kann es zum Mulchen verwendet werden. Dabei soll das Faultier aber nicht dort mulchen, wo es wegweht oder Schnecken einen Schaden anrichten. Denn Schnecken können sich unter der feuchten Laubschicht besser als auf nacktem Boden halten. Also muss das Faultier klug sein, dann kann es faul bleiben.

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