Aufgemaltes Tier rennt und hält sich den Po

Mit dem Bioklo den Garten düngen?

Ein Faultier wird wohl noch träumen dürfen!

Das Gartenfaultier hat natürlich nicht die Flächen wie ein Landwirt, der mit Maschinen den Biodünger aufträgt. Aber Dünger braucht es im Faultiergarten immerhin auch. Diesen kaufen, heim transportieren und aufzutragen, ist nicht allein mit Zeit-, sondern auch Geldaufwand verbunden. Dabei kann ein richtiges Faultier seinen Dünger im Bioklo doch selber produzieren.

Bereits im Jahr 1860 wurde eine erste Trockentoilette als Patent angemeldet und vertrieben. Was man vollbracht hat, kann immerhin nicht ungewürdigt bleiben. Mit verschiedenen Systemen kann alles aufgefangen und kompostiert werden. Im Sammelbehältnis sind z.B. Stroh oder Sägespäne enthalten, um alles aufzufangen. Nach dem Entleeren wird es noch kompostiert, um es dann als Gartendünger zu verwenden. Es gibt ganz verschiedene Systeme, die ohne Wasser funktionieren, eine Entlüftung haben und direkt in dem Bioklo eine Kompostierung einleiten oder aber die Entnahme zum Komposter vereinfachen.

Gibt es ein einzig Faultier auf dieser Welt, welches nicht mit Freude am Gartendünger wirkt?

Plumps- Bioklo auf der Almwiese zwischen zwei Bäumen
Plumpsklo – je nach Ernährung vielleicht doch nicht Bio

Bio ist Trumpf

Auch wenn die Bauern „Biodünger“ auf die Fässer schreiben, so ist das nicht wirklich Bio, wenn man sich für Jahrzehnte das Grundwasser verseucht. Flüssigdünger schwemmt schnell ab oder sickert tief ein, wenn es dort keine Humusschicht mit Bodenleben gibt, die alles auffängt. Genau deswegen sind organische Feststoffen besser, sowie sich mit diesen Humus aufbauen lässt. Wenn es erst einmal Kompost ist, der aufgetragen und eingearbeitet wird, dann schwemmt der nächste Regen nicht direkt alles wieder weg, sowie er es auch nicht tief in den Boden versickern lässt. Kompost gibt die Nährstoffe nach und nach ab. Damit wäre Mist als Naturdünger eben natürlicher als fassweise Gülle.

Es kommt aber auf darauf an, was das Faultier selber so vertilgt. Je nach Lebens- und Medikamentenwandel ist das nun wirklich nicht Bio. Da muss halt jedes Faultier für sich selber entscheiden, ob es denn Biodünger ist oder vielleicht doch eher in den Bereich einer Umweltkatastrophe einzuordnen wäre.

Katze im Aussichtspodest zwischen grünenden Balkonpflanzen
Garten düngen – es grünt so schön dank Bioklokatze

Das Bioklo und Kompost brauchen Planung und Zeit

Noch träumt das Gartenfaultier nur von der eigenen Gartendünger-Produktion. Es gibt im Web ganz verschiedene Systemlösungen, Anbieter und Produkte für ein Bioklo. Ein richtiges Faultier vollbringt so einiges, das Bioklo muss das erst einmal alles fassen können. Wenn das Modell zuerst nur auffangen soll, damit es im Komposter dahin rotten kann, dann muss es natürlich auch einen genügend großen Komposter geben.

Der gute Dung wird bereits beim Auffangen bei einigen Modellen mit Stroh oder Sägespänen gemischt. Er ist zu gehaltvoll, um pur auf den Komposter zu landen. Hier kann also neben dem Stroh oder den Sägespänen, die immerhin erst einmal vorhanden sein müssen, auch der ganze andere Gartenabfall kompostiert werden.

Das Faultier arbeitet besser mit einem A und B Komposter, da man den Kompost schlecht entnehmen kann, während man noch auffüllt oder es noch reifen muss. Das Bioklo und der Komposter sollen möglichst nah beieinander ein stilles Eck im Garten finden. Denn wer wirklich sein Bioklo im Faultiergarten aufstellt, soll es schon etwas versteckt platzieren, da sonst von nah und fern das Volk angerannt kommt.

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